Daskalos: Elementale

„Der Magus von Strovolos“ – ein Buch von Kyriacos C. Markides

Knaur Verlag 1988, ISBN 3-426-04174-X

Zitat S. 58 ff.
Das Thema von Daskalos´ Vortrag waren Elementale. Zu Beginn faßte er viele der Gedanken, über die er im Laufe früherer Zusammenkünfte gesprochen hatte, zusammen. Es war seine pädagogische Methode, regelmäßig den Inhalt früherer Lektionen zu wiederholen, bis seine Schüler diesen Inhalt ganz aufgenommen hatten.
Elementale, sagte er, haben ihr eigenes Leben, wie jedes andere Lebewesen; sie können eine Existenz unabhängig von ihrem Erzeuger, also dem, der sie ausgesandt hat, besitzen. Jeder Gedanke und jedes Gefühl, das einer ausstrahlt, ist ein Elemental. Dann fuhr er fort und erklärte, daß es zwei Arten von Elementalen gebe: solche, die unterbewußt erzeugt werden – er nannte sie Elementale von „Wunschgedanken“-, und jene, die bewußt erzeugt werden; diese nannte er die Elementale der „Gedankenwünsche“.
Das Individuum, sprach er weiter, kann durch Gedanken und Gefühle Schwingungen aussenden. Die Weise, wie ein Mensch schwingt, bestimmt Typ und Qualität des Elementals, das er erschafft. Schwingt ein Mensch in erster Linie durch Gefühle, dann steht er unter dem Einfluß von Emotionen und Wünschen; das Denken spielt hier nur eine nebengeordnete Rolle. So werden Elementale von Wunschgedanken erschaffen. Wenn ein Mensch unter dem Einfluß des Denkens steht, erzeugt er Elementale aus noetischer (geistiger) Substanz und wird die Kraft der bildlichen Vorstellung zu meistern lernen. Ein Wahrheitsforscher sollte sich üben, mächtige, aber gutartige Elementale zu erzeugen, die aus starken Gedanken aufgebaut sind, wobei Wünsche, Begierden und Gefühle einen untergeordneten Rang einnehmen. Solche Elementale von Gedankenwünschen leben länger, sind stärker und neigen dazu, die Aufgabe, für die sie erzeugt wurden, viel rascher zu erfüllen.

Elementale von Wunschgedanken sind charakteristisch für gewöhnliche Menschen, die nicht viel von dem Wesen von Denken und Wünschen verstehen. Infolgedessen fallen sie häufig gerade jenen Elementalen zum Opfer, die sie selbst erzeugt haben. Es ist ein Naturgesetz, daß Elementale, die ausgesandt, die geschaffen worden sind, eines Tages zum Unterbewußtsein ihres Erzeugers zurückkehren müssen. Dann steigen sie vom Grund seiner Erinnerungen an den Oberspiegel des Bewußtseins auf, um neue Energie zu erhalten, und sie ziehen sich wieder zurück. Der gleiche Kreislauf wiederholt sich so lange, bis es solchen Elementalen gelingt, im Bereich des Unterbewußten des Menschen auf größere Dauer zu bleiben. Dann nehmen sie Energie vom ätherischen Doppel des Menschen auf und verlängern ihr Leben auf diese Weise. So bilden sich Gewohnheiten, Süchte und Besessenheiten wie Rauchen, Spielen und Trinken.
Die Tendenz der Elementale, zu ihrem Ursprung zurückzukehren, ermöglicht erst das Karma-Gesetz. So wird der Mensch früher oder später mit den Elementalen konfrontiert, die er bewußt oder unterbewußt schafft. In einem Gespräch, das ich einmal mit Daskalos führte, behauptete dieser, daß Elementale sehr starker Wünsche zu ihrem Erzeuger zurückkehren und die Verwirklichung ihres Inhalts, ihres Ziels, selbst dann erzwingen können, wenn der Mensch es am wenigsten wünscht. Daskalos sagte dann, daß er in einer früheren Inkarnation im Italien der Renaissance geradezu besessen war von dem Gedanken, eine Druckmaschine zu erfinden. Das habe dazu geführt, daß er sein derzeitiges Leben als Schriftsetzer in der Staatsdruckerei verbringen mußte.
Unsere heutige Persönlichkeit, fuhr Daskalos fort, und die Umstände, in denen wir leben, sind die Summe der Elementale, die wir erzeugt haben, seit wir in die dreidimensionale Welt herabgestiegen sind und uns in den Kreislauf der Inkarnationen begeben haben. Elementale werden aus genau der gleichen Substanz geschaffen, aus denen auch Persönlichkeit und Universen im großen und allgemeinen erschaffen werden, das heißt aus ätherischem Stoff von der noetischen, der psychischen und der grobmateriellen Welt.
„Laßt uns“, sprach Daskalos, während seine etwa dreißig Zuhörer aufmerksam seinen Ausführungen lauschten, „den Vorgang der Erschaffung eines Elementales untersuchen. Ihr werdet mir folgen können, wenn ich sage, daß es keinem Menschen möglich ist, etwas zu wünschen, bevor er nicht dessen Existenz gewahr geworden ist.

… demnächst geht es weiter …

Zitat S. 306
Elemental: Gedankenform. Jedes Gefühl, jeder Gedanke, den der einzelne aussendet, ist ein Elemental. Elementale besitzen Gestalt und eigenes Leben, unabhängig von dem, der sie ausgesandt hat.

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